Elia und Mose, die zwei Zeugen
In unserem letzten Beitrag ging es darum, mit den von uns anvertrauten Pfunden zu arbeiten, bis der Herr wiederkommt. Wer hier getreu ist, dem wird Vollmacht über die Heidenvölker gegeben werden und mit Jesus regieren. Doch bis wir zu dieser herrlichen Schar gelangen, muss sich alles erfüllen. Heute wollen wir uns mit dem Kapitel 11 in Offenbarung noch mehr befassen, denn es schlüsselt uns einiges auf. Es hat uns so viel zu sagen, doch es ist für manchen wie ein versiegeltes Buch, das erst noch geöffnet werden muss. Das liegt daran, weil die bildhafte, prophetische Sprache der Offenbarung erst noch der Deutung bedarf. So ist es auch hier mit den beiden Zeugen, die in diesem Buch als zwei Ölbäume und zwei Leuchter bezeichnet werden. Diese werden erst in den letzten Erdenjahren, oder wie es die Schrift bezeichnet als 2. Wehe, in der letzten Ausscheidungsphase, als solche erkannt werden, woraus sich eine große Erweckung hervorheben wird.
Um darüber ein besseres Verständnis zu erlangen, lasst uns nun fortfahren mit Offenbarung 11 Vers 3 + 4:
3 Und ich will meinen zwei Zeugen geben, dass sie weissagen werden 1 260 Tage lang, bekleidet mit Sacktuch. 4 Das sind die zwei Ölbäume und die zwei Leuchter, die vor dem Gott der Erde stehen.
Wo es hier heißt, mit Sacktuch bekleidet, bedeutet schlichtweg der Zustand von Trauer und bestürzt sein über einen gegenwärtigen Zustand.
Das aber nicht heißt, dass sich Menschen so kleiden werden. Nein, sie werden genauso gekleidet sein, wie jeder andere auch. Es gibt nur ihre innere Haltung wieder. Weil die Menschen dermaßen vom göttlichen Weg abgekommen sind und die Sünde mehr lieben als Gott, das bekümmert diese Zeugen sehr und sie predigen Umkehr und Buße. Diese Menschen werden als zwei Ölbäume beschrieben, die vor dem Gott der Erde leuchten. Ja, sie leuchten überall auf der Welt in den verschiedenen Ländern und Sprachen. Ihr Licht scheint hell in der Finsternis und ist nicht mehr zu übersehen.
Welche Auswirkungskraft diese Zeugen haben, berichtet uns Sacharja 4, 2 + 3 + 5 + 6:
2 [...] Ich sehe, und siehe, ein Leuchter, ganz aus Gold, und sein Ölgefäß oben darauf und seine sieben Lampen daran, und sieben Gießrohre zu den sieben Lampen, die oben auf ihm sind, 3 und zwei Ölbäume dabei, einer zur Rechten des Ölgefäßes, der andere zur Linken.
5 [...] Weißt du nicht, was diese bedeuten? Ich sprach: Nein, mein Herr! 6 Da antwortete er und sprach zu mir: Das ist das Wort des HERRN an Serubbabel: Nicht durch Macht und nicht durch Kraft, sondern durch meinen Geist!, spricht der HERR der Heerscharen.
Hier wieder diese zwei Ölbäume, die auch gleichzeitig den Leuchter darstellen. Den Leuchter mit seinen sieben Lampen, besser gesagt die Gemeinden als Vollzahl.
Weil seitlich am Leuchter noch die Ölbäume stehen, will uns sagen, dass die Zeugen hier eine unbegrenzte Ölzufuhr des Heiligen Geistes erleben werden.
Und wo es hier heißt, „nicht durch Macht und nicht durch Kraft, sondern durch meinen Geist“, deutet auf eine starke Erweckung hin. Auf ähnliches deutet noch eine andere Bibelstelle aus dem Alten Testament hin.
Und zwar Maleachi 3, 23 + 24, wo geschrieben steht:
23 Siehe, ich sende euch den Propheten Elia, ehe der große und furchtbare Tag des HERRN kommt; 24 und er wird das Herz der Väter den Kindern und das Herz der Kinder wieder ihren Vätern zuwenden, damit ich bei meinem Kommen das Land nicht mit dem Bann schlagen muss!
Es heißt, ehe der große und furchtbare Tag des Herrn kommt, wird der Geist Gottes noch Frieden in den Häusern bringen; vielleicht so etwas wie eine gesellschaftliche Umkehr. Nach aller Zerrüttung, die die Zeit mit sich bringt, kommt ein starkes Geisteswehen, damit Gott nicht die ganze Erde der völligen Zerstörung preisgeben muss. Das geschieht hier durch die zwei Zeugen.
Indem die Finsternis durch den großen Abfall sich unter der Christenheit breitmacht, wird der Weg als solcher nicht mehr richtig erkannt.
Umsonst heißt es nicht in 2. Thessalonicher 2, 3 + 4:
3 Lasst euch durch nichts und niemand täuschen: Erst muss es dahin kommen, dass viele ihrem Glauben untreu werden. Der Feind Gottes muss auftreten, der alles Böse in sich vereint und der zum Untergang bestimmt ist. 4 Er wird sich gegen alles auflehnen und sich über alles erheben, was als göttlich und verehrungswürdig gilt. Ja, er wird seinen Thron im Tempel Gottes aufstellen und wird behaupten, er sei Gott!
Daher heißt es für uns Kinder Gottes aufpassen, denn wir begeben uns gegenwärtig in dieser Zeit. Hier ist angebracht, sich durch Buße und Flehen vor Gott zu nahen. Es wird nicht mehr lange dauern, bis Satan sich in Menschengestalt des Antichristen als Gott erheben wird und sich von den Menschen dementsprechend würdigen lassen will.
Das ist auch die Zeit, wo sich durch Lukas 10, 18 + 19 erfüllt, worauf Jesus bei seinen Jüngern andeutete:
18 [...] Ich sah den Satan wie einen Blitz vom Himmel fallen. 19 Siehe, ich gebe euch die Vollmacht, auf Schlangen und Skorpione zu treten, und über alle Gewalt des Feindes; und nichts wird euch in irgendeiner Weise schaden.
Als Ergänzung dazu noch Offenbarung 12, 7 - 9, wo es heißt, es entstand ein Kampf im Himmel:
7 Michael und seine Engel kämpften gegen den Drachen; und der Drache und seine Engel kämpften; 8 aber sie siegten nicht, und ihre Stätte wurde nicht mehr im Himmel gefunden. 9 Und so wurde der große Drache niedergeworfen, die alte Schlange, genannt der Teufel und der Satan, der den ganzen Erdkreis verführt; er wurde auf die Erde hinabgeworfen, und seine Engel wurden mit ihm hinabgeworfen.
Dieser Kampf in den Himmelsregionen geschieht kurz vor dem Austritt der Brautgemeinde zur Entrückung.
Hier versucht Satan mit geballter Macht, den Gläubigen zu schaden, wovon ausdrücklich in Vers 19 die Rede ist. Doch umso mehr sich die Mächte der letzten Zeit vor den Gläubigen erheben, umso mächtiger erfahren diese, wie sehr sie von der Macht Gottes umgeben sind. Hier wird etwas Markantes ausgedrückt, indem es heißt, er gibt uns Vollmacht über die Gewalt des Feindes, und nichts kann uns in irgendeiner Weise schaden. Es wird dem Feind erlaubt zuzusehen, doch er darf sie mit gewissen Abstand nicht anrühren. Das ist es, was sich in unserer Zeit zusammenbraut.
Parallel dazu lesen wir in Offenbarung 12, 3 - 4:
3 Und es erschien ein anderes Zeichen im Himmel: siehe, ein großer, feuerroter Drache, der hatte sieben Köpfe und zehn Hörner und auf seinen Köpfen sieben Kronen; 4 und sein Schwanz zog den dritten Teil der Sterne des Himmels nach sich und warf sie auf die Erde. Und der Drache stand vor der Frau, die gebären sollte, um ihr Kind zu verschlingen, wenn sie geboren hätte. 5 [...] und ihr Kind wurde entrückt zu Gott und seinem Thron.
Durch dieses Bild des Drachens wird Satan beschrieben, der daraufhin durch einen mächtigen Dämon den Antichristen erfasst. Dieser wird als Regent der letzten Weltmacht von ihm angetrieben und beherrscht. Doch der wartenden Brautgemeinde darf er nicht zu nahekommen.
Das wird sich so verhalten, wie beim Auszug aus Ägypten.
Mose berief das jüdische Volk, sich auf den Auszug aus Ägypten vorzubereiten. Bis es zu diesem Ereignis kam, mussten noch Plagen als Vorzeichen in Kauf genommen werden. Denn der Feind, verkörpert im Pharao, stellte sich ihnen sehr hartnäckig entgegen.
Wo es in Offenbarung 11, 6 heißt:
6 [...] Sie haben Vollmacht über die Gewässer, sie in Blut zu verwandeln und die Erde zu schlagen mit jeder Plage, sooft sie wollen.
Dieser Satz verkörpert Mose. Hier soll uns lediglich aufgezeigt werden, dass wir genauso unbeschadet das verheißene Land erreichen, wie es sich mit den Israeliten damals beim Auszug aus Ägypten verhielt. Doch jetzt geschieht es als Wiederholung durch die nahe bevorstehende Entrückung. Dazu noch das Zeichen der Vollmacht in Vers 6, worauf kein Regen fällt. Elia stand unter dieser Autorität, durch dessen Prophezeiung tatsächlich für 3,5 Jahre eine Trockenheit sich im Land ausbreitete. Das bezeichnet diese Zeugen der letzten 3,5 Jahre bis zur Entrückung, die die Menschheit noch einmal zur Umkehr aufruft, inmitten von Plagen und Katastrophen.
Johannes der Täufer war schon ein Typus von Elia beim ersten Kommen Jesu.
Das lesen wir in Lukas 1, 16 + 17:
16 Und er wird viele Israeliten dazu bringen, sich wieder dem Herrn, ihrem Gott, zuzuwenden. 17 Er wird ein Mann mit dem Geist und der Kraft des Propheten Elia sein, der dem Herrn vorausgeht und das Volk auf seine Ankunft vorbereitet. Er wird die Herzen der Väter ihren Kindern zuwenden und die Ungehorsamen dazu bewegen, sich der göttlichen Weisheit zu öffnen.«
Das verkündete der Engel des Herrn dem Zacharias im Tempel. Johannes der Täufer, sein Sohn, sollte somit Wegbereiter auf Jesu erstes Kommen sein, der auch schon mit derselben Kraft des Propheten Elia angetan war. Johannes d. Täufer ist die Erfüllung aus Maleachi 3. Doch Johannes lehnte stets ab, der zurückgekehrte Elia zu sein. Von ihm wurden die Menschen in dem Geist und der Kraft des Elia gelehrt. Doch was jetzt noch als Schlussstein folgen soll, wird alles schon Dagewesene übertreffen. Jesus sprach selbst über Johannes den Täufer in Matthäus 11, 14 + 15:
14 [...] Er ist Elia, von dem die Propheten sagten, dass er kommen würde. 15 Wer bereit ist zu hören, soll zuhören und begreifen! 15 Wer bereit ist zu hören, soll zuhören und begreifen!
Hätten die Juden damals geglaubt, wäre das ihr endgültiger Elia geworden und sie hätten das Heil in Jesus Christus schon damals erlangt. Doch sie gaben ihren verheißenen Elia zur Hinrichtung preis und ihren Messias zur Kreuzigung.
Also muss sich diese Schriftstelle auf die Erwartung des Elia neu aufrollen.
Man könnte sagen, das war die Vorschau zu dem, was noch kommen soll. Johannes antwortete ihnen auf die Frage „wer er sei“, mit den Worten des Propheten Jesaja in Johannes 1, 23 über sich:
23 »Ich bin eine Stimme, die in der Wüste ruft: ›Ebnet den Weg für das Kommen des Herrn!‹«
Das macht sich heutzutage durch die vielen Stimmen im Internet und Predigten der Gemeinden als Abbilder Elias bemerkbar, was eine Erweckung hervorruft. Somit bahnen sie den Weg für das bevorstehende Ereignis zur Entrückung. Es werden durch ihren Dienst noch viele Menschen herausgerufen, die ihren Ruf folgen. Und da wird sich etwas zuspitzen, das wir hoffentlich bald erleben.
Als ich damals vor ca. 40 Jahren mit dem Heiligen Geist getauft wurde, war mir schon so, als wenn da noch mehr vom Geisteswirken in mein Leben kommen sollte. Ich verstand es nicht, weil ich die Kraftauswirkung in vollem Maß zu der Zeit schon erlebte. Doch wies mich der Geist darauf hin, dass noch ein zweifaches des Geistes Elia auf mich wartet. Bislang erhielt ich es nicht. Dieses 2-fache des Geistes Elias bedeutet das Erstlingsmaß, oder so etwas wie der 2-fache Anteil des Erstgebornen, wie es im Alten Bund als Erbmasse gehandhabt wurde. Das würde sich auch decken, mit einer noch bevorstehenden Geistesausgießung unmittelbar vor Jesu Wiederkunft.
Wenn wir zu den beiden Zeugen zurückgehen, fällt uns auf, dass ihnen niemand Schaden zufügen kann.
Das deckt sich auch mit Jesaja 54, 17:
17 Keiner Waffe, die gegen dich geschmiedet wird, soll es gelingen; und alle Zungen, die sich gegen dich vor Gericht erheben, sollst du schuldig sprechen.
Und Jesaja 43, 2 + 3 spricht auch davon:
2 Wenn du durchs Wasser gehst, so will ich bei dir sein, und wenn durch Ströme, so sollen sie dich nicht ersäufen. Wenn du durchs Feuer gehst, sollst du nicht versengt werden, und die Flamme soll dich nicht verbrennen. 3 Denn ich bin der HERR, dein Gott, der Heilige Israels, dein Erretter! [...]
Durch diese Aufstellung sollte uns heute das Bild in Offenbarung von den zwei Zeugen ausgelegt werden. Wie wir sehen, sind wir schon nahe der Zeit angerückt. Der Abfall ist dermaßen vorangeschritten, dass wir nur noch um die Wahrheit ringen können. Auf alle Fälle brauchen wir uns vor der Zukunft nicht zu fürchten. Denn in gleicherweise wie unser himmlischer Vater das Volk Israel mit dem Manna in der Wüste versorgte und den Elia letztendlich bei der Witwe, wo das Öl und das Mehl nicht ausgingen bis die Hungersnot vorüber war, so macht er es auch mit uns, die wir unsere Hoffnung ganz auf ihn setzen. Mit Jesus sind wir bestens versorgt und leiden keine Not.